//Laut einer US-Studie tötet ungesunde Ernährung mehr Menschen als Rauchen – FIT FOR FUN – FIT FOR FUN

Laut einer US-Studie tötet ungesunde Ernährung mehr Menschen als Rauchen – FIT FOR FUN – FIT FOR FUN

Viel Obst und Gemüse, hochwertige Fette und komplexe Kohlenhydrate: Die Prinzipien einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können eigentlich ganz einfach sein.

Dennoch nehmen viele Menschen zu wenig hochwertige Lebensmittel und stattdessen zu viel Salz, Fleisch und Zusatzstoffe zu sich – nicht selten mit Konsequenzen für die Gesundheit.
 


Zu diesem Ergebnis kam das Forscherteam um Ashkan Afshin vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) nach einer umfangreichen Datenauswertung.

Neben den Angaben der “Global Burden of Disease Study” aus 195 Ländern betrachteten die Wissenschaftler auch Informationen und Daten über die Essgewohnheiten der Einwohner der verschiedenen Ländern aus unterschiedlichen Quellen.
 

Gesunde Nahrungskomponente zu selten gegessen

Bei ihrer Auswertung konzentrierte sich das Forscherteam auf 15 Nahrungskomponenten, von denen sie zehn Stück als gesund einstuften. Dazu zählten:

Nach Auswertig der Materialien kamen sie zu dem Ergebnis, dass diese guten Inhaltsstoffe in den meisten Ländern allerdings in deutlich zu geringen Mengen auf den Tisch kommen.

Die fünf als ungesund eingestuften Nahrungskomponenten hingegen werden von der Bevölkerung insgesamt in zu großen Mengen konsumiert. Nicht unbedacht essen solltest du Salz, rotes Fleisch sowie Wurst, zuckerhaltige Getränke undTransfettsäuren.
 

Optimale Verzehrmengen

Für jede dieser Komponenten ermittelten die Forscher auch die ideale Menge des täglichen Verzehrs. Von Obst solltest du demnach täglich 200 bis 300 Gramm zu dir nehmen, zudem zwischen 290 und 430 Gramm Gemüse.

Bei Milch wird zu einer Menge von 350 bis 520 Gramm geraten und dein Wurstkonsum sollte bei höchstens vier Gramm pro Tag liegen. Omega-3-reiche Meeresfrüchte dürfen mit 200 bis 300 Gramm hingegen reichlich gegessen werden.

Auf Grundlage dieser Daten berechneten die Wissenschaftler zudem, wie stark sich eine Abweichung dieser Idealmenge auf das Risiko für Krebs, Diabetes, Herzkreislaufkrankheiten oder sogar einem vorzeitigen Tod erhöht.

Hierzu nahmen sie auch bereits veröffentlichte Studien zuhilfe, welche sich mit dem jeweiligen Nahrungsbestandteil beschäftigten.
 

Bildergalerie: Die 10 Basics einer gesunden Ernährung


Elf Millionen Todesfälle durch falsche Ernährung

Demnach sind für das Jahr 2017 rund elf Millionen Todefälle sowie 255 Millionen in Krankheit verbrachte Lebensjahre auf die Ernährung zurückzuführen.

Besonders Herzkreislaufkrankheiten mit knapp zehn Millionen und Krebs mit 900.000 Toten waren dabei die Hauptursachen. Welchen Effekt Übergewicht auf die Gesundheit und die Lebenserwartungen hat, wurde dabei nicht berücksichtigt – die Zahlen könnten also sogar noch höher sein.

“Somit wäre schlechte Ernährung für mehr Todesfälle verantwortlich als das Rauchen”, hält das IHME in einer Pressemitteilung fest. Tabakkonsum verursachte “nur” acht Millionen Todesfälle.
 

Verzehr gesunder Lebensmittel fördern

Die Forscher zeigen auch auf, welcher Aspekt einer ungesunden Ernährung das größte gesundheitliche Risiko darstellt. Am gefährlichsten sei demnach ein zu hoher Salzkonsum. Dieser forderte drei Millionen Leben.

An einem zu geringen Verzehr von Vollkorn starben ebenfalls drei Millionen Menschen. Zu niedriger Obstkonsum hatte zwei Millionen Tode zur Folge. Rund zwei Millionen Menschen starben, da sie zu wenig Nüsse und Samen zu sich nahmen.

Bei Vollkorn, Nüssen und Samen sowie bei der Milch gab es laut den Forscher den größten Unterschied zwischen der idealen und der tatsächlich konsumierten Menge.

Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dassder Verzehr von gesunden und nahrhaften Lebensmitteln im Allgemeinen stärker gefördert werden sollte, statt den Verzicht ungesunder Nahrung anzupreisen.
 

Schwachstellen die Studie

Die Forschung weist allerdings einige Schwachpunkte auf. So kommen viele Zusammenhänge zwischen den Krankheiten und der Ernährung aus Beobachtungsstudien, in denen das selbstgeschilderte Verhalten der Personen mit den Krankheitsberichten und Todesfällen ergänzt wird.

Diese Art von Untersuchung kann also Verbindungen aufzeigen, allerdings in diesem Fall nicht belegen, dass der Tod wirklich durch die Ernährung verursacht wurde.

Ein Kritiker der Studie ist der renommierte Gesundheitswissenschaftler John Ionnidis von der Stanford University. Er hält es für fraglich, dass jedes Lebensmittel mit der Lebenserwartung verknüpft ist und ein Zusammenhang zwischen Konsum und Tod vermutet werden kann.

Zudem gibt er zu bedenken, dass die Vorstellung, ein großer Verzehr von gesunden Lebensmittel verlängere das Leben, nicht förderlich bei der Vermeidung von Übergewicht sei.